🌿 Winterplätze 2026/27 · Jetzt Platz sichern
Sternjasmin am Rankgitter im Terrakotta-Topf im Winterquartier der Gärtnerei Schanbacher

Ratgeber · Pflanzenüberwinterung

Sternjasmin überwintern: immergrün durch den Winter

Der immergrüne Sternjasmin (Trachelospermum) übersteht den Winter im Kübel am sichersten hell und frostfrei-kühl im Kalthaus. Dass sein Laub dabei bronzerot anläuft, ist völlig normal.

Das Wichtigste zuerst

Sternjasmin überwintern auf einen Blick

Der Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) ist ein immergrüner Kletterer mit betörend duftenden weißen Sternblüten. Ausgepflanzt und gut eingewachsen ist er in milden Lagen erstaunlich hart. Im Kübel sieht die Rechnung anders aus: Dort ist der Wurzelballen der Schwachpunkt, weil er im Topf schneller durchfriert. Als Kübelpflanze braucht Sternjasmin deshalb ein helles, frostfrei-kühles Winterquartier.

Die wichtigsten Eckdaten zur Sternjasmin-Überwinterung
ThemaEmpfehlung
FrosttoleranzAusgepflanzt bis ca. −10 °C — im Kübel deutlich empfindlicher (Ballen friert durch)
EinräumenBei angekündigten Dauerfrösten, meist im November
WinterquartierHell und frostfrei-kühl bei 2–10 °C — das Kalthaus
GießenMäßig; als Immergrüner den Ballen leicht feucht halten
WinterfärbungBronzerotes Laub bei Kälte ist normal, kein Schaden
DüngenNicht düngen — Pause von Oktober bis März
SchnittIm Frühjahr vorsichtig lenken — Milchsaft, Handschuhe
AuswinternAb Mitte/Ende April, langsam an die Sonne gewöhnen

Der richtige Zeitpunkt

Wann muss der Sternjasmin ins Winterquartier?

Sternjasmin ist zäher, als viele denken – ein leichter Frost schadet der eingewachsenen Pflanze nicht. Im Kübel liegt die Sache aber anders als bei der frostempfindlichen Dipladenia: Nicht das Laub, sondern der Wurzelballen im Topf ist der Schwachpunkt. Er friert deutlich schneller durch als Wurzeln im geschützten Gartenboden.

Räumen Sie den Kübel deshalb ein, sobald für längere Zeit Dauerfrost angekündigt ist – im Remstal meist im November. Kurze, leichte Nachtfröste sind kein Problem; erst wenn der Topf tagelang durchfriert, wird es kritisch. Ein geschützter Standort an der Hauswand verschafft im Herbst noch etwas Spielraum.

Vor dem Einräumen lösen Sie die Triebe vorsichtig vom Rankgitter oder räumen die Pflanze samt Gerüst ein. Kontrollieren Sie die Blattachseln auf Woll- und Schmierläuse – die typischen blinden Passagiere, die drinnen sonst schnell überhandnehmen.

Immergrüne Kübelpflanzen im lichtdurchfluteten Winterquartier der Gärtnerei Schanbacher

Standort

Das ideale Winterquartier: hell und 2–10 °C

Als Immergrüner stellt der Sternjasmin im Winter eine besondere Bedingung: Er behält sein Laub – und braucht deshalb auch in der kalten Jahreszeit Licht. Frostfrei-kühl und hell ist die richtige Kombination.

So hell wie möglich

Weil der Sternjasmin sein Laub behält, braucht er auch im Winter Licht. Je heller der Platz, desto mehr Blätter hält er und desto kräftiger startet er ins Frühjahr.

Frostfrei-kühl bei 2–10 °C

Der Wurzelballen darf nicht durchfrieren. Ein heller, frostfreier Raum zwischen 2 und 10 °C ist ideal – kühl genug für die Winterruhe, sicher genug für den Ballen.

Bronzerotes Laub? Normal!

Bei Kälte färbt sich das Laub bronzerot bis weinrot – eine natürliche Schutzreaktion, kein Schaden. Im Frühjahr ergrünen die Blätter von selbst wieder.

Warum nicht in die dunkle Garage? Eine frostfreie, aber dunkle Garage klingt praktisch, ist für den immergrünen Sternjasmin aber der falsche Ort: Ohne Licht wirft er nach und nach sein Laub ab und treibt im Frühjahr geschwächt aus. Hell geht bei ihm vor „frostfrei, aber dunkel".

Kein heller, frostfreier Platz im Haus? In unserem hellen, frostfreien Kalthaus in Schorndorf-Weiler steht Ihr Sternjasmin samt Rankgerüst sicher – mit wöchentlicher Kontrolle auf Nässe und Schädlinge. Saison-Festpreise ab 55 €.

Pflege

Pflege im Winterquartier

Weil der Sternjasmin sein Laub behält, verdunstet er auch im Winter weiter Wasser. Das unterscheidet ihn von laubabwerfenden Kübelpflanzen – ganz trocken stellen darf man ihn nie.

  • Mäßig gießen: Den Ballen leicht feucht halten – als Immergrüner verdunstet Sternjasmin auch in der kühlen Ruhephase.
  • Nie ganz austrocknen: Ein trockener Ballen kostet Blätter; ebenso schädlich ist aber Staunässe.
  • Nicht düngen: Von Oktober bis März ruht die Nährstoffgabe komplett.
  • Laub beobachten: Bronzerote Verfärbung ist normal – massiver Blattfall heißt zu dunkel oder zu trocken.

Kontrollieren Sie beim Gießen kurz die Pflanze: Bleiben die Blätter fest, ist alles in Ordnung – auch wenn sie rot angelaufen sind. Schlaffe, trocknende Triebe deuten auf einen zu trockenen Ballen hin, weiche schwarze Stellen auf Nässe oder Kälte.

Achtung Woll- und Schmierläuse: Sie sind die typischen Wintergäste am Sternjasmin, vor allem an den Blattachseln und Rankstellen. Prüfen Sie alle zwei bis drei Wochen auf weiße Wattebäusche. Und noch ein Hinweis für den Rückschnitt: Wie viele seiner Verwandten führt der Sternjasmin einen weißen Milchsaft, der die Haut reizen kann – tragen Sie Handschuhe.

Schnitt

Schneiden: lieber lenken als radikal

Der Sternjasmin blüht am vorjährigen und am neuen Holz. Ein radikaler Rückschnitt würde deshalb einen Teil der Blüte kosten – anders als bei der Bleiwurz, die man kräftig zurücknehmen darf. Beim Sternjasmin gilt: im Frühjahr eher lenken und ausputzen als stark einkürzen. Leiten Sie die Triebe am Rankgitter, entfernen Sie Vertrocknetes und kürzen Sie nur, was aus der Form fällt.

Tragen Sie dabei Handschuhe: Der Sternjasmin führt wie viele Hundsgiftgewächse einen weißen Milchsaft, der Haut und Schleimhäute reizen kann. Wer die Pflanze über Jahre kompakt halten will, schneidet lieber jedes Jahr ein wenig, statt selten radikal.

Frühjahr

Ab Mitte April: abhärten und auswintern

Sobald keine harten Spätfröste mehr drohen, zieht der Sternjasmin wieder nach draußen – und belohnt den hellen Winterplatz mit kräftigem Neuaustrieb und Duft.

Ab Mitte/Ende April raus

Wenn die schlimmsten Spätfröste vorbei sind, zieht der Sternjasmin zurück auf Balkon oder Terrasse – meist ab Mitte bis Ende April.

Langsam an Sonne gewöhnen

Die ersten ein bis zwei Wochen halbschattig stellen, dann schrittweise sonniger – so verbrennt das Wintergrün nicht.

Lenken statt radikal schneiden

Triebe am Rankgitter neu leiten, Vertrocknetes ausputzen. Bei Bedarf in frisches, durchlässiges Substrat umtopfen.

Gießen & Düngen steigern

Mit dem Austrieb mehr gießen und ab Ende Mai regelmäßig düngen – dann rankt und duftet der Sternjasmin den ganzen Sommer.

Lieber alles aus einer Hand? Wir übernehmen die komplette Überwinterung Ihrer Kübelpflanzen inklusive Abholung im Herbst und Rücklieferung im Frühjahr – Abholservice ab 45 € pro Fahrt. Ihren Sternjasmin stellen wir samt Rankgerüst hell und frostfrei-kühl ins Kalthaus.

Häufige Fragen

Sternjasmin überwintern: FAQ

Wie viel Frost verträgt Sternjasmin im Kübel?

Ausgepflanzt und gut eingewachsen ist Sternjasmin (Trachelospermum jasminoides) in milden Lagen bis etwa −10 °C erstaunlich hart. Im Kübel gilt das aber nicht: Dort ist der Wurzelballen der Schwachpunkt, weil er im Topf viel schneller durchfriert als im geschützten Boden. Als Kübelpflanze überwintert Sternjasmin deshalb am sichersten frostfrei-kühl und hell bei 2 bis 10 °C im Kalthaus.

Warum werden die Blätter rot?

Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Bei Kälte färbt sich das immergrüne Laub des Sternjasmins bronzerot bis weinrot – eine natürliche Schutzreaktion auf niedrige Temperaturen. Sobald es im Frühjahr wieder wärmer wird, ergrünen die Blätter von selbst. Fallen dagegen viele Blätter ab, steht die Pflanze meist zu dunkel.

Muss Sternjasmin im Winter gegossen werden?

Ja. Weil der Sternjasmin immergrün ist, verdunstet er auch im Winter weiter Wasser über seine Blätter – anders als laubabwerfende Kübelpflanzen. Halten Sie den Ballen deshalb mäßig feucht und lassen Sie ihn nie ganz austrocknen. Staunässe ist aber ebenso schädlich: Gießen Sie sparsam, aber regelmäßig, und leeren Sie den Untersetzer.

Was kostet die Überwinterung?

Der Saisonpreis richtet sich nach dem Kronendurchmesser inklusive Rankgitter und Topf. Ein Sternjasmin am Gerüst fällt meist in Kategorie S (Kronen-Ø 60–90 cm, 75 €/Saison) oder M (Kronen-Ø 90–120 cm, 110 €/Saison). Pro Auftrag gilt eine Mindestpauschale von 89 € pro Saison, alle Preise inkl. 19 % MwSt. Den genauen Preis ermitteln Sie in unserem Online-Rechner.

Winter 2026/27

Ihr Sternjasmin verdient einen hellen, frostfreien Winter.

Berechnen Sie Ihren Überwinterungsplatz in 60 Sekunden — oder rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne persönlich.