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Blau blühende Bleiwurz (Plumbago) im Terrakotta-Topf im Winterquartier der Gärtnerei Schanbacher

Ratgeber · Pflanzenüberwinterung

Bleiwurz (Plumbago) überwintern: der Himmelblüher braucht ein frostfreies Quartier

Die Kap-Bleiwurz (Plumbago) ist nicht winterhart und muss vor dem ersten Frost ins helle, frostfreie Quartier. Ihr Geheimnis für den nächsten Sommer: ein kräftiger Rückschnitt im Spätwinter.

Das Wichtigste zuerst

Bleiwurz überwintern auf einen Blick

Kaum eine Kübelpflanze blüht so unermüdlich himmelblau wie die Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata). Der Preis für diese Blühfreude: Sie stammt aus Südafrika und verträgt keinen Frost. Wer sie über den Winter bringen will, muss zwei Dinge beachten – rechtzeitig einräumen und im Spätwinter kräftig schneiden. Dann kommt der Himmelblüher jedes Jahr üppiger zurück.

Die wichtigsten Eckdaten zur Bleiwurz-Überwinterung
ThemaEmpfehlung
FrosttoleranzKeine — nicht winterhart, schon leichte Fröste schaden
EinräumenVor dem ersten Frost — früher als Oleander & Co.
WinterquartierHell bei 5–10 °C
GießenIm Winter sparsam, aber nie ganz austrocknen
LaubVerliert bei kühler Überwinterung einen Teil des Laubs — normal
SchnittKräftiger Rückschnitt im Spätwinter (Feb/März) — blüht am Neutrieb
DüngenNicht düngen — Pause von Oktober bis März
AuswinternErst nach den letzten Frösten ab Mitte Mai

Der richtige Zeitpunkt

Wann muss die Bleiwurz ins Winterquartier?

Hier gilt: lieber zu früh als zu spät. Die Kap-Bleiwurz ist nicht winterhart – anders als der robuste Oleander nimmt sie schon bei leichten Frösten Schaden. Wer wartet, bis es wirklich friert, riskiert schon die ersten Frostschäden an Trieben und Wurzeln.

Räumen Sie die Bleiwurz deshalb vor dem ersten Frost ein, sobald die Nächte empfindlich kühl werden – im Remstal oft schon im Oktober. Sie gehört damit zu den ersten Kübelpflanzen, die ins Quartier wandern, deutlich früher als Olive, Lorbeer oder Oleander.

Vor dem Einräumen putzen Sie Verblühtes und gelbe Blätter aus und kontrollieren die Triebe auf Schädlinge. Ein kräftiger Rückschnitt ist jetzt noch nicht nötig – der kommt erst im Spätwinter, kurz vor dem Neuaustrieb.

Blühende Kübelpflanzen im hellen Winterquartier der Gärtnerei Schanbacher im Morgenlicht

Standort

Das ideale Winterquartier: hell bei 5–10 °C

Die Bleiwurz mag es im Winter eine Spur wärmer als die mediterranen Klassiker, aber immer noch deutlich kühler als das Wohnzimmer. Hell, frostfrei und kühl ist die Formel.

Hell aufstellen

Auch wenn die Bleiwurz einen Teil des Laubs verliert: Je heller sie steht, desto mehr Blätter behält sie und desto vitaler startet sie ins Frühjahr.

Kühl bei 5–10 °C

Etwas wärmer als Olive und Zitrus, aber weit weg vom geheizten Wohnraum. Zwischen 5 und 10 °C hält die Bleiwurz ihre nötige Winterruhe.

Laubverlust ist normal

In der kühlen Überwinterung wirft die Bleiwurz Blätter ab – ein natürlicher Vorgang. Nach dem Frühjahrsschnitt treibt sie wieder dicht und blühfreudig durch.

Warum so früh einräumen? Anders als Olive oder Oleander verträgt die Kap-Bleiwurz keinen Frost. Wer wartet, bis es wirklich friert, riskiert schon Schäden. Räumen Sie sie lieber eine Spur zu früh ein als zu spät – ein paar kühle Herbsttage im hellen Quartier schaden ihr nicht, eine Frostnacht dagegen schon.

Kein heller, frostfreier Platz im Haus? In unserem hellen, frostfreien Kalthaus in Schorndorf-Weiler übersteht Ihre Bleiwurz den Winter unter Profi-Bedingungen – mit wöchentlicher Kontrolle. Auf Wunsch übernehmen wir auch den Spätwinter-Schnitt. Saison-Festpreise ab 55 €.

Pflege

Pflege im Winterquartier

Im Winter ist die Bleiwurz genügsam: Sie ruht, verliert etwas Laub und braucht vor allem eines nicht – zu viel Wasser.

  • Sparsam gießen: Im Winter deutlich weniger als im Sommer – aber den Ballen nie ganz austrocknen lassen.
  • Keine Staunässe: Untersetzer nach dem Gießen leeren, das Abzugsloch frei halten.
  • Nicht düngen: Von Oktober bis März ruht die Nährstoffgabe komplett.
  • Laubfall einkalkulieren: Abgefallene Blätter regelmäßig entfernen – das beugt Schimmel im Quartier vor.

Kontrollieren Sie ab und zu die Triebe: Bleiben sie fest und grün, ist alles in Ordnung, auch wenn viel Laub gefallen ist. Weiche, schwarze Stellen deuten auf Kälte oder Nässe hin.

Achtung Weiße Fliege und Spinnmilben: Steht die Bleiwurz zu warm, sind diese beiden die typischen Wintergäste. Prüfen Sie alle zwei bis drei Wochen die Blattunterseiten. Kühler zu stellen ist oft die einfachste Gegenmaßnahme – bei 5 bis 10 °C fühlen sich die Schädlinge deutlich unwohler als bei Zimmerwärme.

Schnitt

Der Spätwinter-Schnitt macht den Sommerflor

Das ist der wichtigste Handgriff bei der Bleiwurz – und der Grund, warum manche Pflanzen jedes Jahr üppiger blühen und andere verkahlen. Die Kap-Bleiwurz blüht ausschließlich am Neutrieb. Ein kräftiger Rückschnitt kostet deshalb keine Blüte, sondern schafft sie erst: Je mehr neue Triebe die Pflanze im Frühjahr bildet, desto mehr Blütenbüschel trägt sie im Sommer.

Der beste Zeitpunkt ist der Spätwinter – Februar oder März, kurz bevor die Pflanze wieder austreibt. Kürzen Sie die Triebe beherzt um die Hälfte bis zwei Drittel ein und lichten Sie zu dichtes, altes Holz aus. Bei uns im Quartier übernehmen wir diesen Formschnitt auf Wunsch als Zusatzleistung – dann kommt Ihre Bleiwurz startklar und blühbereit zurück.

Frühjahr

Ab Mitte Mai: abhärten und auswintern

Als frostempfindliche Südafrikanerin geht die Bleiwurz später hinaus als die mediterranen Klassiker – die Eisheiligen sind auch für sie Pflichttermin.

Erst ab Mitte Mai raus

Die Bleiwurz ist empfindlicher als Olive und Oleander. Erst wenn nach den Eisheiligen keine Fröste mehr drohen, darf sie nach draußen.

Langsam an Sonne gewöhnen

Die ersten ein bis zwei Wochen halbschattig stellen, dann schrittweise sonniger – so verbrennt das frische Laub nicht.

Schnitt zeigt Wirkung

Der Spätwinter-Schnitt treibt jetzt aus. Wer noch nicht geschnitten hat, holt es früh nach; bei Bedarf jetzt umtopfen.

Gießen & Düngen steigern

Mit dem Austrieb mehr gießen und ab Ende Mai regelmäßig düngen – dann blüht die Bleiwurz himmelblau bis in den Herbst.

Lieber alles aus einer Hand? Wir übernehmen die komplette Überwinterung Ihrer Kübelpflanzen inklusive Abholung im Herbst und Rücklieferung im Frühjahr – Abholservice ab 45 € pro Fahrt. Den blühentscheidenden Spätwinter-Schnitt Ihrer Bleiwurz erledigen wir auf Wunsch gleich mit.

Häufige Fragen

Bleiwurz überwintern: FAQ

Verträgt Plumbago Frost?

Nein. Die Kap-Bleiwurz (Plumbago auriculata) stammt aus Südafrika und ist nicht winterhart – schon leichte Fröste schädigen Triebe und Wurzeln. Sie muss deshalb früher ins Winterquartier als die mediterranen Klassiker wie Olive oder Oleander: Räumen Sie sie vor dem ersten Frost ein, sobald die Nächte empfindlich kühl werden.

Verliert Bleiwurz im Winter die Blätter?

Ja, meist schon. Bei kühler Überwinterung wirft die Bleiwurz einen Teil ihres Laubs ab – das ist normal und kein Grund zur Sorge. Je kühler und dunkler sie steht, desto mehr Blätter verliert sie. Solange die Triebe fest bleiben, treibt sie im Frühjahr nach dem Rückschnitt wieder kräftig durch.

Wann und wie stark schneiden?

Die Bleiwurz blüht am Neutrieb – deshalb ist ein kräftiger Rückschnitt im Spätwinter, etwa im Februar oder März, die Voraussetzung für einen reichen Sommerflor. Kürzen Sie die Triebe deutlich ein, bevor die Pflanze wieder austreibt. Diesen Formschnitt übernehmen wir auf Wunsch als Zusatzleistung gleich im Quartier.

Was kostet die Überwinterung?

Der Saisonpreis richtet sich nach dem Kronendurchmesser (gemessen inklusive Topf). Eine Bleiwurz im Kübel fällt meist in Kategorie S (Kronen-Ø 60–90 cm, 75 €/Saison) oder M (Kronen-Ø 90–120 cm, 110 €/Saison). Pro Auftrag gilt eine Mindestpauschale von 89 € pro Saison, alle Preise inkl. 19 % MwSt. Den genauen Preis ermitteln Sie in unserem Online-Rechner.

Winter 2026/27

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