Ratgeber · Pflanzenüberwinterung
Wandelröschen richtig überwintern
Vor dem ersten Frost einräumen, hell bei 5–10 °C aufstellen, sparsam gießen: So bringt das Wandelröschen (Lantana) seine farbwechselnden Blüten sicher ins nächste Jahr.
Das Wichtigste zuerst
Wandelröschen überwintern auf einen Blick
Das Wandelröschen (Lantana camara) trägt seinen Namen zu Recht: Seine Blütendolden wechseln während des Aufblühens die Farbe – von Gelb über Orange bis Rosarot, oft alles gleichzeitig an einer Pflanze. Der Dauerblüher aus dem tropischen Amerika hält von Mai bis zum Frost durch, ist hitzefest und ein Insektenmagnet. Nur Frost verträgt er überhaupt nicht – wer sein Wandelröschen mehrjährig kultivieren will, braucht ein helles, kühles Winterquartier. Die gute Nachricht: Es ist eine der unkompliziertesten Kalthaus-Pflanzen überhaupt.
| Thema | Empfehlung |
|---|---|
| Frosttoleranz | Keine — schon Temperaturen um 0 °C schaden |
| Einräumen | Vor dem ersten Frost, meist im Laufe des Oktobers |
| Winterquartier | Hell, 5–10 °C — das klassische Kalthaus |
| Gießen | Sparsam; Ballen nie ganz austrocknen lassen |
| Düngen | Nicht düngen — Pause von Oktober bis März |
| Schnitt | Schon vor dem Einräumen möglich — blüht am neuen Trieb |
| Vorsicht | Giftig, v. a. die unreifen Beeren — Handschuhe tragen |
| Auswintern | Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai |
Der richtige Zeitpunkt
Wann muss das Wandelröschen ins Winterquartier?
Das Wandelröschen gehört zu den Kübelpflanzen ohne Frost-Spielraum: Schon eine Nacht um den Gefrierpunkt kann Triebe und Wurzeln nachhaltig schädigen. Anders als der zähe Oleander, der auch mal ein paar Minusgrade wegsteckt, muss die Lantana rechtzeitig ins Haus.
Die Faustregel: Sobald die Nachttemperaturen dauerhaft unter etwa 10 °C fallen, wird es Zeit – im Remstal meist im Laufe des Oktobers. Solange es mild bleibt, darf das Wandelröschen dagegen ruhig draußen weiterblühen; die kühlen Nächte des Frühherbsts härten es sogar etwas ab und bereiten die Winterruhe vor.
Vor dem Einräumen lohnt der Gesundheits-Check: Verblühtes und gelbe Blätter entfernen, Blattunterseiten auf Weiße Fliegen und Spinnmilben kontrollieren, bei Bedarf kräftig abbrausen. Und werfen Sie einen Blick auf die Beeren: Die schwarzen, erbsengroßen Früchte sollten Sie ausputzen – sie kosten die Pflanze unnötig Kraft und sind unreif am giftigsten.
Standort
Das ideale Winterquartier: hell und 5–10 °C
Das Wandelröschen ist der Lehrbuchfall einer Kalthaus-Pflanze – es will im Winter genau das, was ein helles, frostfreies Gewächshaus bietet.
Hell, aber nicht warm
Je heller der Platz, desto mehr Laub behält die Pflanze. Ein Fensterplatz im unbeheizten Raum, ein kühler Wintergarten oder das Kalthaus sind ideal.
5–10 °C halten
In diesem Korridor fährt das Wandelröschen sauber in die Winterruhe. Deutlich wärmer sollte es nicht stehen – sonst wächst es weiter, vergeilt und lockt Schädlinge an.
Regelmäßig lüften
Frische Luft an milden Tagen beugt Grauschimmel vor – kalte Dauerzugluft direkt an der Pflanze sollten Sie trotzdem vermeiden.
Warum nicht einfach ins Wohnzimmer? Bei 20 °C und wenig Winterlicht gerät die Pflanze aus dem Takt: Die Wärme signalisiert Wachstum, das Licht reicht dafür nicht. Das Ergebnis sind dünne Geiltriebe, Blattfall – und fast immer ein Befall mit Weißen Fliegen, den Sie dann bis zum Frühjahr nicht mehr loswerden. Kühl und hell schlägt warm und dunkel, jedes Mal.
Kein heller, kühler Platz im Haus? Dann ist das Wandelröschen bei uns richtig: Unser helles, frostfrei-kühles Kalthaus in Schorndorf-Weiler bietet exakt die 5–10 °C, die die Lantana braucht – mit wöchentlicher Kontrolle durch den Gärtner. Saison-Festpreise ab 65 € je Pflanze.
Pflege
Pflege im Winterquartier
Im kühlen Quartier braucht das Wandelröschen erstaunlich wenig – die häufigsten Winterschäden entstehen durch zu viel Fürsorge, nicht durch zu wenig.
- Sparsam gießen: Erst wenn die obere Erdschicht deutlich abgetrocknet ist – im kühlen Quartier oft nur alle zwei bis drei Wochen.
- Ballen nie ganz austrocknen lassen: Ein knochentrockener Wurzelballen kostet Triebe; ein kurzer Fingertest beim Rundgang genügt.
- Staunässe vermeiden: Untersetzer nach dem Gießen leeren – nasse Füße bei niedrigen Temperaturen führen zu Wurzelfäule.
- Nicht düngen: Von Oktober bis März ruht die Nährstoffgabe komplett.
- Blattfall gelassen nehmen: Im kühlen Quartier wirft das Wandelröschen einen Teil des Laubs ab – das ist normal. Abgefallene Blätter regelmäßig entfernen.
Achtung Weiße Fliege: Sie ist der typische Wintergast am Wandelröschen – kleine weiße Insekten, die beim Berühren der Pflanze auffliegen. Kontrollieren Sie alle zwei bis drei Wochen die Blattunterseiten. Je kühler die Pflanze steht, desto geringer das Risiko; bei Befall helfen Gelbtafeln und konsequentes Entfernen stark besetzter Blätter. Auch Spinnmilben mögen die Lantana – feine Gespinste in den Triebspitzen sind ihr Erkennungszeichen.
Schnitt
Schneiden: gerne früh, immer mit Handschuhen
Beim Wandelröschen haben Sie eine Freiheit, die viele Kübelpflanzen nicht bieten: Sie dürfen schon vor dem Einräumen zur Schere greifen. Ein Rückschnitt um etwa ein Drittel macht die Pflanze kompakt, spart wertvollen Platz im Winterquartier und schadet der Blüte nicht – denn die Lantana blüht ausschließlich am neuen Trieb. Wer mag, verschiebt den Schnitt stattdessen ins zeitige Frühjahr; auch dann ist ein kräftiger Rückschnitt bis in den alten Trieb kein Problem und fördert dichten, blühfreudigen Wuchs. Stämmchen schneiden Sie dabei zu einer runden, gleichmäßigen Krone.
Eines gilt bei jedem Schnitttermin: Handschuhe tragen. Das Wandelröschen ist in allen Teilen giftig, besonders in den unreifen Beeren, und der Pflanzensaft kann die Haut reizen. Schnittgut gehört in den Restmüll oder auf den Kompost außer Reichweite von Kindern und Haustieren – und das Werkzeug wird nach getaner Arbeit gereinigt.
Frühjahr
Ab Mitte Mai: abhärten und auswintern
Als Tropenkind geht das Wandelröschen erst spät wieder nach draußen – die Eisheiligen Mitte Mai sind der verlässliche Stichtag.
Nach den Eisheiligen raus
Erst wenn keine Spätfröste mehr drohen, zieht das Wandelröschen zurück auf Balkon oder Terrasse – lieber eine Woche später als zu früh.
Langsam an Sonne gewöhnen
Die ersten ein bis zwei Wochen halbschattig stellen, dann schrittweise sonniger – so verbrennt das zarte neue Laub nicht.
Umtopfen bei Bedarf
Wenn die Wurzeln den Topf ausfüllen, jetzt in frisches, durchlässiges Substrat umtopfen – eine Nummer größer genügt.
Gießen & Düngen steigern
Mit dem Austrieb mehr gießen und ab Ende Mai wöchentlich düngen – dann blüht die Lantana in vollem Farbwechsel bis zum Frost.
Lieber alles aus einer Hand? Wir übernehmen die komplette Überwinterung Ihres Wandelröschens inklusive Abholung im Herbst und Rücklieferung im Frühjahr – auf Wunsch mit Rückschnitt. Im Frühjahr kommt die Pflanze kontrolliert und startklar zurück.
Häufige Fragen
Wandelröschen überwintern: FAQ
Verträgt das Wandelröschen Frost?
Nein. Das Wandelröschen (Lantana camara) stammt aus dem tropischen Amerika und nimmt schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Schaden. Räumen Sie es vor der ersten Frostnacht ein – im Remstal meist im Laufe des Oktobers, sobald die Nächte dauerhaft einstellig werden.
Bei welcher Temperatur überwintert das Wandelröschen am besten?
Hell und kühl bei 5–10 °C – das Wandelröschen ist eine klassische Kalthaus-Pflanze. Im geheizten Wohnzimmer wird es zu warm und zu dunkel: Die Pflanze vergeilt und zieht Weiße Fliegen an. Ein helles, frostfreies Gewächshaus, ein kühler Wintergarten oder ein Treppenhaus mit Fenster sind ideal.
Kann ich das Wandelröschen schon vor dem Einräumen zurückschneiden?
Ja, das ist beim Wandelröschen ausdrücklich in Ordnung – anders als bei vielen anderen Kübelpflanzen. Ein Rückschnitt um etwa ein Drittel vor dem Einräumen spart Platz im Quartier und schadet nicht, denn die Pflanze blüht im nächsten Jahr am neuen Trieb. Der Feinschnitt folgt dann im zeitigen Frühjahr.
Ist das Wandelröschen giftig?
Ja. Alle Pflanzenteile des Wandelröschens sind giftig, besonders die unreifen, grünen Beeren. Tragen Sie beim Schneiden Handschuhe und stellen Sie die Pflanze so, dass Kinder und Haustiere nicht an Blätter oder Beeren gelangen – im Winterquartier genauso wie auf der Terrasse.
Kann ich das Wandelröschen in der Gärtnerei überwintern lassen?
Ja, sehr gut sogar: Mit seinem Bedarf an Licht und 5–10 °C passt das Wandelröschen genau in unser helles, frostfrei-kühles Kalthaus in Schorndorf-Weiler – inklusive wöchentlicher Pflege und Schädlingskontrolle. Die Saisonpreise richten sich nach der Größe und beginnen bei 65 € je Pflanze, inkl. 19 % MwSt. Den genauen Preis zeigt der Online-Rechner.
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