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Gärtnermeister pflegt blühende Geranien im Gewächshaus

Ratgeber · Pflanzenüberwinterung

Geranien richtig überwintern

Statt jedes Frühjahr neu zu kaufen: vor dem ersten Frost einräumen, kräftig zurückschneiden, hell und kühl stellen — so blühen Ihre Geranien Jahr für Jahr üppiger.

Das Wichtigste zuerst

Geranien überwintern auf einen Blick

Geranien — botanisch korrekt Pelargonien — werden hierzulande meist wie Einjährige behandelt: im Mai gekauft, im Oktober entsorgt. Dabei sind die Südafrikanerinnen von Natur aus mehrjährig. Wer sie überwintert, spart sich den jährlichen Neukauf ganzer Balkonkästen und bekommt Pflanzen, die von Saison zu Saison kräftiger und blühfreudiger werden. Die Überwinterung ist unkompliziert — wenn drei Dinge stimmen: rechtzeitig rein, kräftig zurückschneiden, hell und kühl stellen.

Die wichtigsten Eckdaten zur Geranien-Überwinterung
ThemaEmpfehlung
FrosttoleranzKeine — Geranien vertragen keinen Frost
EinräumenVor dem ersten Frost, meist im Oktober
WinterquartierHell und kühl, unbedingt frostfrei
RückschnittKräftig — Triebe etwa um die Hälfte einkürzen
GießenSehr sparsam; Ballen nur knapp feucht halten
DüngenNicht düngen — Pause bis zum Austrieb im Frühjahr
AntreibenAb Februar/März eintopfen, heller und wärmer stellen
AuspflanzenNach den Eisheiligen Mitte Mai

Der richtige Zeitpunkt

Wann müssen Geranien ins Winterquartier?

Anders als robuste Mittelmeerpflanzen wie der Oleander vertragen Geranien keinen Frost. Schon eine einzige Frostnacht lässt die fleischigen Triebe glasig werden und zusammenbrechen. Räumen Sie Ihre Geranien deshalb ein, bevor der erste Frost angekündigt ist — im Remstal meist im Laufe des Oktobers.

Solange die Nächte frostfrei bleiben, dürfen die Pflanzen draußen stehen: Kühle Herbsttage härten sie ab und lassen die Triebe ausreifen. Behalten Sie ab Anfang Oktober die Wettervorhersage im Blick. Kündigen sich Nachtfröste an, ist der Moment gekommen — lieber einen Tag zu früh als eine Nacht zu spät.

Vor dem Einräumen werden die Pflanzen vorbereitet: alle Blüten, Knospen und welken Blätter entfernen, die Triebe etwa um die Hälfte einkürzen und die Pflanzen auf Schädlinge kontrollieren. Der kräftige Rückschnitt spart Platz im Quartier, senkt die Verdunstung und nimmt Pilzkrankheiten wie dem Grauschimmel die Angriffsfläche. Wer mag, klopft die Geranien aus den Balkonkästen, schüttelt überschüssige Erde ab und setzt sie platzsparend dicht an dicht in Kisten oder Töpfe.

Lichtdurchfluteter Gang im Überwinterungs-Gewächshaus der Gärtnerei Schanbacher

Standort

Das ideale Winterquartier: hell und kühl

Geranien überwintern am besten an einem hellen, kühlen und absolut frostfreien Platz — etwa im Gewächshaus, im unbeheizten Wintergarten, im Treppenhaus mit Fenster oder in der hellen Garage. Je kühler die Pflanze steht, desto ruhiger hält sie ihre Winterpause.

Hell

Auch in der Winterruhe brauchen Geranien Licht. Im Dunkeln vergeilen die Triebe: Sie werden lang, weich und blassgrün — eine schlechte Basis für die neue Saison.

Kühl, aber frostfrei

Kühle Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt bis um die zehn Grad halten die Pflanze in Ruhe. Im warmen Wohnzimmer wächst sie weiter, zehrt aus und wird anfällig für Schädlinge.

Luftig

Lüften an milden Tagen beugt Grauschimmel vor — der häufigsten Winterkrankheit der Geranie. Abgefallenes Laub regelmäßig auflesen, damit nichts fault.

Platzspar-Trick für viele Pflanzen: Geranien lassen sich auch ausgetopft überwintern — mit abgeschütteltem Ballen dicht in eine Kiste mit leicht feuchter Erde gesetzt. Das funktioniert gut, verlangt aber regelmäßige Kontrolle auf Fäulnis. Wer es klassisch im Topf belässt, hat im Frühjahr den einfacheren Start.

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Pflege

Pflege im Winterquartier

Geranien sind im Winter genügsam. Sie speichern Wasser in ihren fleischigen Trieben — die größte Gefahr ist deshalb nicht das Vertrocknen, sondern das Zuviel an Wasser.

  • Sehr sparsam gießen: nur so viel, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet — je nach Quartier alle zwei bis vier Wochen prüfen.
  • Nicht düngen: Von Oktober bis zum Antreiben im Spätwinter pausiert die Nährstoffgabe vollständig.
  • Welkes entfernen: Vergilbte Blätter und faulige Triebspitzen regelmäßig ausputzen — sie sind das Einfallstor für Grauschimmel.
  • Lüften: An frostfreien Tagen für Luftaustausch sorgen, das hält das Quartier trocken und gesund.

Prüfen Sie vor jedem Gießen mit dem Finger einige Zentimeter tief in der Erde. Fühlt sie sich noch feucht an, warten Sie. Leicht schrumpelige Triebe sind kein Alarmsignal — sie straffen sich nach dem nächsten Wässern wieder. Matschige, glasige Stellen dagegen sofort bis ins gesunde Gewebe zurückschneiden.

Achtung Grauschimmel: Der graue, pelzige Belag auf Blättern und Trieben ist der häufigste Winterschaden an Geranien. Er entsteht bei zu viel Feuchtigkeit, zu dichtem Stand und zu wenig Luftbewegung. Befallene Pflanzenteile großzügig entfernen, lockerer stellen und öfter lüften — dann ist der Spuk meist schnell vorbei.

Typische Fehler

Die fünf häufigsten Fehler beim Geranien-Überwintern

Wenn Geranien den Winter nicht überstehen, liegt es fast immer an einem dieser Punkte: Zu spät eingeräumt — eine Frostnacht genügt, um die Pflanze zu verlieren. Zu warm gestellt — im beheizten Wohnraum vergeilt die Geranie und kommt geschwächt ins Frühjahr. Zu viel gegossen — im kühlen Quartier führt nasse Erde schnurstracks zur Wurzelfäule, der häufigsten Todesursache überhaupt. Nicht zurückgeschnitten — volle Laubmasse verdunstet zu viel und schimmelt im engen Quartier. Zu früh ausgeräumt — Spätfröste im April oder Mai machen die ganze Mühe zunichte.

Kurz gesagt: Wer rechtzeitig einräumt, kräftig schneidet, kühl stellt und die Gießkanne fast vergisst, hat im Mai gesunde, kompakte Pflanzen — und spart sich den Gang ins Gartencenter. Übrigens gelten dieselben Grundregeln auch für Fuchsien, die ebenfalls viel zu oft entsorgt statt überwintert werden.

Frühjahr

Ab Februar: antreiben und auswintern

Das Frühjahr beginnt für Geranien schon im Spätwinter auf der Fensterbank — wer früh antreibt, hat zur Balkonsaison kompakte, gut verzweigte Pflanzen voller Knospen.

Eintopfen & anschneiden

Ab Februar/März in frische Erde topfen, Wurzeln leicht einkürzen und vertrocknete Triebspitzen bis ins gesunde Holz zurückschneiden.

Heller & wärmer stellen

An einen hellen Fensterplatz rücken und etwas wärmer stellen — so erwacht die Pflanze und treibt kräftig durch.

Gießen & Düngen steigern

Mit dem Austrieb langsam mehr gießen und nach vier bis sechs Wochen wieder regelmäßig düngen — Geranien sind Starkzehrer.

Nach den Eisheiligen raus

Ab Mitte Mai dürfen die Geranien zurück in Kasten und Kübel — bei angekündigten Spätfrösten kurzzeitig schützen oder hereinholen.

Abholung im Herbst, Rücklieferung im Frühjahr: Wir übernehmen die komplette Überwinterung Ihrer Geranien und Kübelpflanzen inklusive Transport an festen Samstags-Touren und Pflege — Komplettpakete ab 159 €.

Häufige Fragen

Geranien überwintern: FAQ

Kann man Geranien wirklich überwintern?

Ja — Geranien (botanisch Pelargonien) sind von Natur aus mehrjährig und stammen aus Südafrika. Bei uns werden sie nur deshalb jedes Jahr neu gekauft, weil sie keinen Frost vertragen. Hell, kühl und frostfrei überwintert treiben sie im Frühjahr zuverlässig wieder aus und blühen von Jahr zu Jahr üppiger.

Wie stark muss ich Geranien vor dem Überwintern zurückschneiden?

Kräftig: Kürzen Sie alle Triebe etwa um die Hälfte und entfernen Sie sämtliche Blüten, Knospen und welken Blätter. Der Rückschnitt spart Platz, reduziert die Verdunstung und beugt Grauschimmel im Winterquartier vor. Geranien treiben aus den verbleibenden Trieben willig wieder aus.

Wie oft gieße ich Geranien im Winterquartier?

Sehr sparsam — das ist der wichtigste Pflegepunkt. Geranien speichern Wasser in ihren fleischigen Trieben und kommen wochenlang mit wenig Feuchtigkeit aus. Gießen Sie nur so viel, dass der Wurzelballen nicht komplett austrocknet. Zu viel Wasser führt im kühlen Quartier schnell zu Fäulnis.

Wann dürfen Geranien wieder nach draußen?

Ab Februar/März topfen Sie die Pflanzen in frische Erde und stellen sie heller und etwas wärmer — so treiben sie rechtzeitig an. Nach draußen dürfen Geranien erst, wenn keine Nachtfröste mehr drohen, im Remstal also meist nach den Eisheiligen Mitte Mai.

Was kostet die Geranien-Überwinterung in der Gärtnerei?

Geranien fallen in die Kategorie XS (bis 80 cm Höhe) für 55 € pro Saison — von der Einlagerung im Oktober/November bis zur Rücklieferung im April/Mai. Pro Saison gilt eine Mindestpauschale von 89 €, die Abgabe lohnt sich daher besonders ab zwei bis drei Pflanzen oder zusammen mit größeren Kübelpflanzen. Alle Preise inkl. 19 % MwSt. Den genauen Preis ermitteln Sie in unserem Online-Rechner.

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